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Wie baut man eine Longierstunde am besten auf?

Reiten lernen 17. April 2012

 
Longieren

Zum richtigen Longieren gehört auch der richtige Aufbau einer Longierstunde. Longieren bedeutet Gymnastik für das Pferd und sollte für jedes Pferd zum regelmäßigen Training gehören. Die regelmäßige Bewegung des Pferdes an der Longe sorgt dafür, dass es besser ausgebildet wird, mehr Kondition hat und beim Reiten mehr Losgelassenheit zeigt.

Aber wie genau baut man die Longierstunde fürs Pferd am besten auf?

Zunächst sollten etwa 10 Minuten Schritt auf dem Programm stehen.
Dabei kann man wählen, ob es – ohne Ausbindezügel, denn hier geht es vor allem um die Losgelassenheit – an der Longe im Kreis herum geht oder ob man sich entscheidet, dass man das Pferd am Halfter oder der eingerollten Longe direkt herumführt. Mit letzterem kann das gute Verhältnis zwischen Reiter und Pferd verbessert werden.

Pferd Longieren

Longieren fördert das Vertrauen zwischen Pferd & Longenführer – © Regina Siemianowski

Aber egal wie man den Beginn der Stunde gestaltet, am wichtigsten ist es hier, Vertrauen aufzubauen. Vertrauen zwischen Longenführer und Pferd, Vertrauen zur Longe, Peitsche und Stimme des Reiters. Sie sind das A und O beim Longieren.

Danach folgt die Lösungsphase.

Das Pferd wird am relativ langen Zügel ausgebunden. Es soll sich dehnen können und entspannt seinen Rhythmus finden. Es ist aber in dieser Phase auch wichtig, dass das Pferd abwechslungsreich gymnastisiert wird. So erfolgen die Handwechsel im 5-Minuten-Takt. Es werden immer wieder Trab-Galopp-Wechsel gemacht, damit das Pferd ausreichend gymnastisiert in die Arbeitsphase geht.

Die Arbeitsphase beinhaltet genau das, was dieses Wort aussagt. Hier wird gearbeitet. Und zwar genau an dem Problem, welches Reiter und Pferd im Augenblick beschäftigt. Es wird nach dem gegenwärtigen Ausbildungsstand gearbeitet. Dabei kann es einerseits darum gehen, ein Vertrauensverhältnis zwischen Reiter und Pferd herzustellen – dies ist vor allem bei jungen Pferden gegeben. Aber auch Probleme bei Tempowechseln oder Handwechseln werden durch Longieren oft verringert, wenn nicht sogar beseitigt.

Aufbau Longierstunde

© Regina Siemianowski

Wichtig ist das Pferd immer mit von hinten nach vorne mit schwingendem Rücken zu longieren. Auch die nötige Losgelassenheit muss immer gegeben sein.

Am Ende der Longierstunde folgt eine längere Trabphase. Hier soll sich das Pferd wieder entspannen können. Dafür ist auch nötig, dass das Pferd wieder länger ausgebunden wird als in der Arbeitsphase. Es soll sich dehnen können und schließlich ausgeglichen sein Longieren beenden können.

Artikelbild: © Andreas Barnickel / pixelio.de

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